Pressemitteilung:

Karlsruhe, 29. Juni 2021

SPD fordert Strategie zum Bahntrassen-Ausbau der Deutschen Bahn

Verträgliche Variante gesucht
Die Rheintalstecke ist Teil des wichtigsten europäischen Güterkorridors von Rotterdam nach Genua. Schon lange steht die Ertüchtigung an, auch in der Region um Karlsruhe. Im Fokus steht der Abschnitt zwischen Mannheim und dem im Bau befindlichen Rastatter Tunnel. Aktuell läuft der Dialog-Prozess für den Abschnitt Mannheim-Karlsruhe. Noch im Sommer sollen die ersten Linienkorridore erarbeitet werden. Egal wie letztendlich eine Trasse aussehen mag, sie führt nach Karlsruhe herein und muss auch weiter nach Süden geführt werden.

Damit auch in Karlsruhe die verträglichste Variante gefunden werden kann, bittet die SPD-Gemeinderatsfraktion Baubürgermeister Fluhrer, eine Strategie der Stadt Karlsruhe zum geplanten (Güter-) Trassenausbau der Deutschen Bahn auf der Strecke Mannheim-Karlsruhe-Rastatt-Basel zu entwickeln.

„Dabei sollen alle Grobkorridore und potentielle Achsen betrachtet werden. Hier sind sämtliche Stadtteile, sowohl die östlichen als auch die im Westen und Süden, die von Ausbaumaßnamen betroffen sein könnten, mit einzubeziehen“, erwartet Fraktionsvorsitzender Parsa Marvi von dem Konzept.

Grundsätzlich finde der Ausbau des Schienennetzes, insbesondere der für den Güterverkehr großen Zuspruch, er müsse jedoch verträglich für die Anwohner gestaltet werden. Auch die Verspätungen unseres ÖPNV, durch Wartezeiten wegen ICE- Verbindungen, sollten so vermindert werden.

„Wichtigstes Kriterium für die SPD ist daher eine menschenfreundliche Trasse, so dass die circa 50000 Bürgerinnen und Bürger, die entlang der Bahnstrecken von Graben-Neudorf bis Karlsruhe wohnen, nicht noch mehr belastet werden, sondern durch geschickte Trassenführung weniger Lärm erfahren“, unterstreichen die Sozialdemokraten.
„Ein viergleisiger Ausbau ist in vielen Karlsruher Stadtteilen nicht vorstellbar.“

„Ziel ist es mit einer eigenen städtischen Strategie und geeigneten Streckenvorschlägen frühzeitig mögliche Alternativen aufzuzeigen und auch Mehrwerte für das Karlsruher ÖPNV-Netz zu erreichen“, betont Marvi.



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